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Space Race

Apollo-Sojus-Test-Projekt

Original Herstellermodell des Apollo und Sojus Raumschiffes

Das Apollo-Sojus-Test-Projekt (ASTP, im Osten Sojus-Apollo-Test-Projekt oder SATP) war die erste US-amerikanisch-sowjetische Kooperation in der Raumfahrt. Ein Apollo- und ein Sojus-Raumschiff koppelten am 17. Juli 1975 in der Erdumlaufbahn aneinander an, sodass die Raumfahrer von einem Raumschiff ins andere umsteigen konnten. Die Mission war eine Zäsur in den bis dahin streng getrennten und im Wettbewerb stehenden Weltraumprogrammen der Supermächte. Die Erforschung des Weltalls wurde damit ab Mitte der 1970er Jahre zunehmend zu einem Bereich der Kooperation zwischen Ost und West, der half, die vom Kalten Krieg geschaffenen politischen Gräben zu überwinden.

Ausgestellt ist hier in der Mitte der Vitrine das originale Herstellermodell der gekoppelten Apollo und Soyuz Raumschiffe von 1975, mit dem die Astronauten und Kosmonauten nach ihrer Rückkehr zur Erde vor der Kamera posierten.

© COLD WAR MUSEUM

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Joystick Apollo-Sojus-Test-Projekt

Der originale Joystick mit dem die US-Raumfähre während des Apollo-Sojus-Test-Projekts 1975 gesteuert wurde.

© COLD WAR MUSEUM

"Apollo-Soyuz-Fact-Sheet"

Ein Informationsblatt zum ASTP

Es beinhaltet den Missionsablauf, die Crew-Zusammensetzung und alle technischen Maßnahmen, inklusive schematische Zeichnungen zu den Docking-Modulen. Es wurde am 1. Januar 1974, ein Jahr vor der eigentlichen Mission, veröffentlicht.

Bereits 1970, ein Jahr nach der Mondlandung, wurden erste Verhandlungen zu einem gemeinsamen Raumfahrtprogramm mit den USA und der UdSSR begonnen. Die geförderte Kooperation der zwei Supermächte war auch ein Ausdruck des von US-Präsident Richard Nixons formulierten „Detente“ (franz. Entspannung). Diese Entspannung war ab dem Jahr 1972 evident, als Nixon bei seinem Moskaubesuch mit dem sowjetischen Staatschef Leonid Breschnew die SALT- Verträge unterzeichnete, die eine Reduzierung von Interkontinentalraketen und stationierten Raketenabwehrsystemen auf beiden Seiten beinhaltete. Nixon war zudem der erste US-Präsident seit dem Jahr 1945, der Moskau besuchte; das wurde bereits als Zeichen der Annäherung gedeutet.

Bei diesem Gipfeltreffen wurde auch das „Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums zu friedlichen Zwecken“ unterzeichnet, das eine zukünftige Zusammenarbeit in der Wissenschaft und Technik anstrebte und den Grundstein für das Apollo Soyuz Test Project (kurz ASTP) legte. Im Osten wurde es als Sojus Apollo Test Project bezeichnet, um so die eigene Raumfähre Sojus zuerst zu nennen.

© COLD WAR MUSEUM

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Titelseite der Zeitschrift Krokodil aus dem Jahr 1975

Karikatur zum ASTP in der Zeitschrift Krokodil

Die Karikatur zeigt das Andockmanöver der Apollo und der Sojus Raumkapsel. Die Figur in der Mitte, ein Geist mit der Bezeichnung "Kalter Krieg", wird bei diesem Manöver zerquetscht. Die Karikatur spielt damit auf die symbolische politische Bedeutung dieser Mission zur Überwindung der Spannungen des Kalten Krieges an.

Das Jahr 1975 stand ganz im Zeichen der Entspannungspolitik. Mit der Schlussakte von Helsinki wurden in dem Jahr die Grenzen zwischen Ost und West von beiden Seiten formell anerkannt und eine Intensivierung des kulturellen und wirtschaftlichen Austausches beschlossen. Zudem verpflichteten sich beide Seiten zur Einhaltung der Menschenrechte, was vor allem in den sozialistischen Ländern langfristig zum erstarken von Dissidentengruppen führte. Das ASTP von 1975 ist Zeugnis dieses Höhepunktes der Entspannungspolitik Mitte der 1970er Jahre.

© Крокодил, 1975 Apollo Sojus, № 21

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https://www.spaceconsult.de/

Leihgeber ist Gerhard Daum, Raumfahrtjournalist und Raumfahrtexperte, Geschäftsführer von Space Consult - Raumfahrtausstellungen, Verleihung von Exponaten, Astronautenagentur und Fachvorträge.

© COLD WAR MUSEUM

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https://speyer.technik-museum.de/de/raumfahrt

Die Exponate sind Bestandteil von Europas größter Ausstellung zur bemannten Raumfahrt „Apollo and Beyond“ im Technik Museum Speyer und derzeit ausgeliehen an das Cold War Museum in Berlin.

© COLD WAR MUSEUM

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